Beschlagene Scheiben, klamme Kleidung, ein muffiger Geruch: Solche Zeichen deuten auf zu feuchte Raumluft hin. Umgekehrt sprechen trockene Augen und ein kratzender Hals im Winter für zu trockene Luft. Sicher wissen Sie es aber erst, wenn Sie die Luftfeuchtigkeit messen. Das gelingt mit einem einfachen Gerät in wenigen Sekunden.
Warum Sie die Luftfeuchtigkeit messen sollten
Moderne Fenster und Türen sind luftdichter denn je. Das spart Heizenergie, lässt aber Feuchtigkeit aus Kochen, Duschen und Atmen schlechter entweichen. Bleibt die Luft über längere Zeit zu feucht, droht Schimmel an kühlen Wänden. Ist sie dauerhaft zu trocken, leiden Haut und Schleimhäute.
Das Gefühl täuscht dabei oft, weil die Temperatur das Empfinden stark beeinflusst. 60 Prozent wirken bei 20 Grad angenehm, an einem schwülen Sommertag dagegen drückend. Erst ein Messwert zeigt, ob Sie handeln müssen.
Hygrometer zum Bestimmen der Luftfeuchtigkeit
Gemessen wird die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer. Das kleine Gerät zeigt die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent an. Die meisten digitalen Modelle laufen mit Batterie und messen zusätzlich die Temperatur. Das ist sinnvoll, denn beide Werte gehören zusammen.
Als gesund gilt eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent bei üblichen Raumtemperaturen. Je nach Raum gibt es etwas unterschiedliche Erfahrungswerte, etwa für Wohnräume, das Schlafzimmer, das Kinderzimmer, das Büro und den Keller.
So messen Sie die Luftfeuchtigkeit richtig
- Richtiger Platz: Stellen Sie das Gerät etwa in Zimmermitte auf Tischhöhe auf. Direkt an der Außenwand oder neben der Heizung messen Sie die Wand oder die warme Heizungsluft statt der Raumluft.
- Zeit lassen: Nach dem Umstellen braucht ein Hygrometer einige Minuten, bis der Wert stabil ist.
- Über Tage beobachten: Notieren Sie morgens und abends die Werte. So erkennen Sie, ob es sich um eine kurze Spitze nach dem Duschen oder um ein dauerhaftes Problem handelt.
- Mehrere Räume vergleichen: Gute Werte im Wohnzimmer sagen nichts über das Bad oder den Keller aus.
Auch Hygrometer können mit der Zeit ungenau werden. Wer Zweifel an der Anzeige hat, kann ein Hygrometer kalibrieren, etwa mit der einfachen Salzmethode.
Welche Geräte zum Luftfeuchtigkeit messen passen
Die Auswahl ist groß, und die Geräte unterscheiden sich vor allem im Funktionsumfang. Für die meisten Haushalte genügt ein einfaches digitales Thermo-Hygrometer. Praktisch sind Zusatzfunktionen wie Höchst- und Tiefstwerte, eine Anzeige des Taupunkts oder ein Hinweis bei zu hoher Feuchte. Funkgeräte mit mehreren Sendern zeigen die Werte verschiedener Räume auf einer Anzeige.
Luftfeuchtigkeit erhöhen und senken
Ist die Luft zu feucht, hilft zuerst regelmäßiges Stoßlüften. Reicht das nicht, können Sie die Luftfeuchtigkeit senken, etwa mit einem elektrischen Luftentfeuchter. Ist die Luft im Winter zu trocken, kann ein Luftbefeuchter die Luftfeuchtigkeit erhöhen. Mit dem Hygrometer behalten Sie dabei im Blick, ob der Zielbereich erreicht ist.
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Zum Messen genügt ein einfaches digitales Hygrometer. Stellen Sie es nicht direkt an die Außenwand und nicht neben die Heizung, sonst messen Sie die Wand statt der Raumluft.
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