Trockene Luft und eine niedrige Luftfeuchtigkeit reizen die Schleimhäute und Augen, vor allem im Winter. Mit einem Luftbefeuchter wird die trockene Raumluft befeuchtet. Die verschiedenen Geräte weisen unterschiedliche Technologien auf. Verdunster, Verdampfer und Ultraschall-Luftbefeuchter gelten als die bekanntesten Produkte. Worauf es beim Kauf der Raumbefeuchter ankommt, welche Marken sich lohnen und wo die Geräte preislich liegen, lesen Sie hier.
Brauche ich einen Luftbefeuchter?
Ob ein Raumluftbefeuchter sinnvoll ist oder nicht, entscheidet der Einzelfall. Fakt ist, dass eine bestimmte Raumfeuchtigkeit in den Räumen gut für den Körper ist. 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit sind optimal, damit es nicht zu gesundheitlichen Problemen oder Schimmelbildung kommt. Die empfohlenen Werte werden nicht immer erreicht, vor allem in der kalten Jahreszeit. Hier liegt die Luftfeuchtigkeit oft viel niedriger. Mit einem Luftbefeuchter schaffen Sie Abhilfe und erhöhen die Raumfeuchtigkeit auf ein gesundes Maß.
Für wen sind Luftbefeuchter geeignet?
Sinnvoll ist ein Luftbefeuchter vor allem dort, wo die Luftfeuchtigkeit in der Heizperiode dauerhaft unter 40 Prozent fällt. Das betrifft häufig:
- Menschen mit empfindlichen Schleimhäuten oder trockenen Augen
- Bewohner gut beheizter Wohnungen
- ältere Menschen
- Familien mit kleinen Kindern
- Angestellte in Großraumbüros
Allergiker und Asthmatiker sprechen die Anschaffung am besten mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt ab, denn zu feuchte Luft fördert Hausstaubmilben und Schimmel.
Bezogen auf einzelne Räume sind Luftbefeuchter sinnvoll, um das Raumklima maßgeblich zu beeinflussen. Nutzen Sie beispielsweise einen Luftbefeuchter im Büro, wenn die Heizungsluft dort sehr trocken ist. Im Schlafzimmer und im Kinderzimmer verbringen Sie (bzw. Ihre Kleinen) viel Zeit, sodass die Luft hier optimal sein sollte.
Vorteile und Nachteile eines Luftbefeuchters
Sie sind sich noch unsicher, ob ein Luftbefeuchter wirklich helfen kann? Dann stöbern Sie nachfolgend in den Vor- und Nachteilen, die das Gerät mit sich bringt.
Welche Vorteile hat ein Luftbefeuchter?
- kann Beschwerden durch trockene Luft lindern, etwa einen kratzenden Hals oder gereizte Augen
- hält die Luftfeuchtigkeit in der Heizperiode im empfohlenen Bereich von 40 bis 60 Prozent
Welche Nachteile hat ein Luftbefeuchter?
- eventuelle Gefahr der Überfeuchtung möglich (sofern keine Kontrolle stattfindet)
- eventuelle Keimbildung, wenn keine hohe Temperaturen eingesetzt werden
Sind Luftbefeuchter gesund?
Im Sommer und Winter ist es wichtig, die Raumfeuchtigkeit in den Räumen optimal zu gestalten. Ideal sind 40 bis 60 Prozent, wobei es auf den jeweiligen Raum ankommt. Mit 50 Prozent Raumfeuchte fahren Sie in nahezu jedem Raum gut. Dauerhaft zu trockene Luft spüren viele Menschen an gereizten Augen, einem kratzenden Hals oder trockener Haut. Zu feuchte Luft fördert dagegen Schimmel und Hausstaubmilben. Ein Luftbefeuchter tut deshalb dann gut, wenn er die Luftfeuchtigkeit messbar auf 40 bis 60 Prozent anhebt und nicht darüber hinaus.
Kann ein Luftbefeuchter die Gesundheit verbessern?
Er kann Beschwerden lindern, die von trockener Raumluft kommen, etwa trockene Augen, rissige Lippen, spannende Haut oder ein kratzender Hals. Eine Krankheit heilt er nicht, und bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kehrt sich der Nutzen um.
Wichtig: Reinigen und entkalken Sie das Gerät regelmäßig nach Herstellerangabe, sonst kann es Keime in die Raumluft abgeben.
Kann ein Luftbefeuchter Schimmel verursachen?
Normalerweise kämpfen Sie nur im Sommer mit Schimmelgefahr, da die Feuchte in der Luft während der heißen Jahreszeit oftmals viel zu hoch ist. In der kalten Jahreszeit muss die Luftfeuchtigkeit dagegen meist mit einem Luftbefeuchter erhöht werden. Zum Einsatz kommt ein Luftbefeuchter. Dieser hat den Nachteil, dass die Feuchtigkeit in der Luft auch schnell zu hoch sein könnte. Befeuchter mit integriertem Hygrometer (zum Luftfeuchtigkeit messen) und am besten auch einer Automatik verhindern Schimmel. Sollten Sie ein älteres Modell haben, welches diese Eigenschaften nicht aufweist, ist Vorsicht geboten.
Sie müssen stets die Feuchtigkeit überprüfen. Bei zu hoher Raumfeuchte sollten Sie die Luftfeuchtigkeit senken (besser aber frühzeitig den Befeuchter ausschalten). Auf diese Weise wird keine Schimmelbildung begünstigt.
Lässt sich das Infektionsrisiko durch einen Luftbefeuchter verringern?
Belegt ist das nicht. In einer Studie mit Meerschweinchen aus dem Jahr 2007 übertrugen sich Grippeviren bei 20 bis 35 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit am leichtesten, bei 80 Prozent und 20 Grad gar nicht. Ob ein Luftbefeuchter in der Wohnung Grippe oder Erkältungen verhindert, hat diese Untersuchung nicht geprüft. Gründliches Händewaschen und Abstand zu Erkrankten bleiben deshalb die wichtigeren Schutzmaßnahmen.
Hilft ein Luftbefeuchter gegen Erkältung?
Gegen die Erkältung selbst hilft er nicht. Sie klingt laut dem Gesundheitsportal des IQWiG meist nach ein bis zwei Wochen von selbst ab. Ist die Raumluft sehr trocken, kann ein Luftbefeuchter aber einen gereizten Hals und trockene Schleimhäute entlasten. Achten Sie darauf, dass die Raumfeuchte dabei nicht über 60 Prozent steigt.
Wie messe ich die Luftfeuchtigkeit?
Um die Raumluft in bestimmten Räumen zu müssen, kommt ein Hygrometer zum Einsatz. Bekannt ist der kleine Helfer auch als Feuchtigkeitsmesser. Preislich geht es schon bei zehn Euro los, sodass Sie nicht darauf verzichten sollten. Gerade in den winterlichen Monaten empfinden wir Heizungsluft als sehr trocken. Vielleicht ist es gar nicht so schlimm, daher lohnt sich eine Messung definitiv.
Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal?
Gemessen wird die Raumfeuchte mit einem Hygrometer. Beachten Sie, dass bestimmte Räume eine andere, optimale Luftfeuchtigkeit aufweisen. Wenn die Feuchtigkeit dauerhaft unter 40 Prozent liegt, sollten Sie tätig werden. Vielleicht empfinden Sie auch 40 Prozent schon als zu unangenehm, sodass ein Raumluftbefeuchter auch durchaus früher eingesetzt werden kann. Es kommt aber auch immer darauf an, wo und wie Sie wohnen. In einem Altbau ist die Luftfeuchtigkeit meist automatisch höher als in einem Energieeffizienzhaus.
Welche Luftfeuchtigkeit ist optimal?
Ideal sind 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit für Wohnräume.
Welche Luftfeuchtigkeit für Kinder?
Ein Luftbefeuchter für Kinder kann ebenfalls sinnvoll sein, wenn im Kinderzimmer eine zu niedrige Raumfeuchte herrscht. Dann ist das Gesundheitsrisiko ebenfalls erhöht. Besonders angenehm ist es beim Schlafen mit 19 bis 20 Grad. Beachten Sie, dass die Luftfeuchtigkeit bei etwa 20 Grad Temperatur nicht unter 40 Prozent sinkt.
Besser ist es, im Kinderzimmer einen Luftbefeuchter einzusetzen, der vor allem im Winter für eine optimale Klimatisierung sorgt. Ein Wert um die 50 Prozent ist mit einen Baby Luftbefeuchter besser geeignet. Diese Geräte weisen eine höhere Sicherheit auf und müssen an einem Ort platziert werden, an dem das Kind keinen Zugriff hat.
Kann der Luftbefeuchter die ganze Nacht laufen?
Ja, in der Regel schon. Es kommt hierbei darauf an, was für ein Gerät Sie besitzen. Die meisten Modelle verfügen über eine Abschaltautomatik. Wenn das Wasser aufgebraucht ist, schaltet sich das Gerät automatisch ab. Alternativ gibt es auch Luftbefeuchter mit einem integrierten Hygrometer oder einem Timer, sodass Sie individuell steuern können, wann eine Abschaltung erfolgen soll.
Haben Luftbefeuchter ein integriertes Hygrometer?
Standardmäßig ist nicht jeder Luftbefeuchter mit Hygrometer versehen. Es gibt aber viele Modelle mit einem integrierten Hygrostat. Das ist vor allem für größere Räume sinnvoll. Hier steigt die Raumfeuchte eher langsam an, weshalb das Gerät die aktuellen Werte im Blick behalten sollte. Umgekehrt wiederum ist ein Hygrometer am Luftraumbefeuchter auch für kleine Räume gut. So kann verhindert werden, dass die Feuchtigkeit der Luft über die empfohlenen 60 Prozent hinausgeht.
Wie entsteht trockene Luft in den Räumen?
Ganz grob ausgedrückt entsteht trockene Luft in Räumen, wenn es draußen kalt und drinnen warm ist. Das ist vor allem im Winter der Fall. Sie heizen den Innenraum und draußen herrschen frostige Temperaturen. Beim Lüften Ihrer Räumlichkeiten strömt kalte Luft ins Innere, wird erwärmt und reduziert damit die Raumfeuchtigkeit. Zwar ist es schön, dass kalte Luft sich schneller erwärmt, aber gleichzeitig wird es für Hals, Nase und Co. deutlich unangenehmer.
Was kann ich gegen trockene Luft tun?
Abgesehen vom Einsatz eines Luftbefeuchters gibt es einige Tipps, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
- Einsatz von Zimmerpflanzen
- Regelmäßiges lüften
- Wasserschale auf der Heizung
- Wäsche im Raum trocknen
- Weniger heizen
- Duschen oder baden
- Aquarien
- Kochen, Braten und Backen in der Küche
- Zimmerbrunnen
Unser Tipp: Falls Sie unterwegs sind (z.B. bei Bekannten, der Familie oder auch im Flugzeug), dann können Sie selbst oft nichts gegen trockene Luft tun. Damit es sich für Sie dennoch besser anfühlt, sollten Sie möglichst viel trinken. So gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust aus und helfen Ihren Schleimhäuten.
Wie wirkt sich trockene Luft auf meine Gesundheit aus?
Wenn die Raumluft zu trocken ist, spüren Sie das in vielerlei Hinsicht. Folgendes kann passieren:
- Kratzen im Hals
- rissige Lippen
- verstopfte Nase
- Reizung der Atemwege
- erhöhtes Risiko für Nasenbluten
- trockene, gereizte Haut
Welche Arten von Luftbefeuchtern gibt es?
Wer einen Raumbefeuchter sucht, steht erst einmal vor der Qual der Wahl. Welches Gerät soll es denn sein? Die Luftbefeuchter Industrie ist groß, denn es gibt viele verschiedene Arten. Diese möchten wir Ihnen nachfolgend genauer vorstellen, um Sie bei der Kaufentscheidung zu unterstützen.
Verdunster / Zerstäuber als Luftbefeuchter
Als erste Variante lassen sich als Luftbefeuchter Verdunster einsetzen. Diese Geräte sind weit verbreitet und verdunsten Wasser auf einer Oberfläche. Die dadurch gewonnene, feuchte Luft, wird anschließend mittels Ventilator in den Raum geblasen. Die Geräte arbeiten in der Regel sehr leise und liegen preislich im mittleren Bereich. Der Pflege- und Wartungs-Aufwand ist bei den Verdunstern sehr gering und in Sachen Energiebilanz können die Zerstäuber ebenfalls punkten. In Sachen Hygiene punkten Verdunster mit der Tatsache, dass sie keine Legionellen bilden.
Verdampfer als Luftbefeuchter
Zur Auswahl stehen zudem Modelle, die sich als Luftbefeuchter Verdampfer einsetzen lassen. Hierbei wird mit Hitze gearbeitet, die verdampft. Vorteilhaft ist, dass das Verdampfen nahezu für Keimfreiheit sorgt, aber leider dadurch auch viel Energie benötigt. Zwar werden Ihre Räumlichkeiten durch den Verdampfer gleich ein wenig mitgeheizt, aber das geht deutlich günstiger. In der Anschaffung ist ein Dampfbefeuchter ebenfalls ein wenig teurer, jedoch lohnen sich die Raumfeuchtungsprodukte vor allem durch den gesundheitlichen Aspekt.
Ein weiterer Vorteil, der den höheren Preis eines Dampfluftbefeuchters eventuell rechtfertigt, ist die Nutzung von Ölen. Durch den Dampf lassen sich ätherische Öle verteilen, die vor allem für das Wohlbefinden angenehm sind. Empfehlenswert ist das beispielsweise, wenn Sie nachts mit angenehmen Gerüchen schlafen wollen. In diesem Fall ist der Verdampfer Luftbefeuchter und Zerstäuber von Duftölen in einem.
Ultraschall Luftbefeuchter / Vernebler
Wenn ein Luftbefeuchter ohne Ultraschall nichts für Sie ist, dann ist die Ultraschall-Variante vielleicht besser geeignet. Diese ist am stärksten verbreitet und funktioniert sehr unkompliziert. Ein Ultraschallbefeuchter sorgt für eine hochfrequente Schwingung. Dadurch entsteht ein kalter und sichtbarer Nebel, weshalb die Produkte auch als Vernebler bezeichnet werden. Nutzt der Luftbefeuchter Ultraschall Technik, arbeitet er sehr günstig, stromsparend und schnell. Das ist für den meisten Bedarf ausreichend. Großer Nachteil sind jedoch Kalk und Keime, die durch die Ultraschall Luftbefeuchter in die Luft abgegeben werden.
Für das Kalkproblem gibt es einige Luftbefeuchter, die mit Kalkfilter arbeiten. Alternativ können Sie direkt destilliertes Wasser einsetzen. Die Keimgefahr ist aber dennoch gegeben, sodass häufigeres Reinigen und Pflegen notwendig sind. Es gibt einige Hersteller, die dieses Problem anders angehen. Sie kombinieren verschiedene Techniken miteinander. Der Rowenta HU5220 arbeitet mit Verdampfer und Ultraschall. Die Bakterien und Co. können zwar verringert werden, aber Nebel verlässt das Gerät dennoch, sodass ein reiner Verdampfer die bessere Wahl wäre.
Kleiner Tipp: Gerade Ultraschall-Luftbefeuchter sind meistens sehr kleine Produkte. So lassen sich sie als Luftbefeuchter im Terrarium oder Brunnen einsetzen und leicht verstecken.
Luftwäscher
Diese Geräte können nicht nur den Raum befeuchten, sondern auch gleichzeitig die Luft reinigen. Es handelt sich um klassische Verdunster, die zudem eine Filterung integriert haben. So werden Pollen und Staub rausgefiltert. Das macht Luftwäscher vor allem für Allergiker sehr nützlich. Die Wasserhärte ist bei einem Luftwäscher nicht bedeutend.
Luftreiniger
Wo liegt der Unterschied zwischen Luftreiniger und Luftbefeuchter? Beide Geräte machen ihrem Namen alle Ehre.
- Luftreiniger reinigen die Luft.
- Luftbefeuchter befeuchten die Luft.
Ein ganz einfaches Prinzip. Luftbefeuchter arbeiten mit Ultraschall, Dampf oder Verdunstung, um die Raumfeuchtigkeit zu erhöhen. Für ein gutes Klima ist das aber noch längst nicht alles, was Sie tun können. In der Luft befinden sich zahlreiche Schadstoffe, die wiederum ein Luftreiniger filtern kann. Entfernt werden beispielsweise:
- Tierhaare
- Schimmelsporen
- Feinstaub
- Hausstaub
- Zigarettenrauch
- Milbenkot
Wissenswert: Oft werden Luftbefeuchter und Luftreiniger auch in einem Modell kombiniert. Gleichzeitig könnte es sich um einen Ionisator handeln, der die Luft ionisiert. So erhalten Sie gleich mehrere Funktionen in einem.
Gibt es auch einen Luftbefeuchter ohne Strom?
Ein elektrischer Luftbefeuchter funktioniert immer mit Strom, sodass eine Steckdose in der Nähe sein muss. Alternativ nutzen Sie ein Verlängerungskabel. Suchen Sie dagegen einen Luftbefeuchter ohne Kabel, so hat dies gewisse Vor- und Nachteile.
Vorteile eines Luftbefeuchters ohne Strom:
- kein Stromverbrauch
- niedriger Anschaffungspreis
- einfache Anwendung
Nachteile eines Luftbefeuchters ohne Strom:
- Gefahr durch Bakterien und Keime
- häufige Reinigung nötig
- keine so hohe Leistung
- Wasser muss regelmäßig gewechselt werden
Wie Sie sehen: Ein Luftbefeuchter ohne Strom funktioniert schlichtweg manuell. Die Luft wird befeuchtet, indem Wasser verdampft. Das realisieren Sie beispielsweise mit einem Luftbefeuchter für die Heizung, der an die Heizung gehangen wird. Im Inneren bzw. einer Schale befindet sich Wasser, welches aufgrund der Wärme verdampft. Es gibt speziell Modelle für Heizungen, aber auch Luftbefeuchter für den Kamin. Diese Produkte bestehen in der Regel aus Keramik oder Edelstahl.
Sonstige Arten von Raumbefeuchtern
Die häufigsten Varianten, um elektrisch die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, haben wir Ihnen vorgestellt. Nachfolgend noch einige weitere Möglichkeiten.
Welcher Luftbefeuchter für welche Raumgröße?
Auf dem Markt gibt es in der Regel drei Kategorien an Luftbefeuchtern (wobei Ausnahmen die Regel bestätigen).
Luftbefeuchter für kleine Räume
Ein kleiner Mini-Luftbefeuchter ist meist für bis zu 30 qm Wohnraum ausgelegt.
Luftbefeuchter für mittlere Räume
Ein kleiner Mini-Luftbefeuchter ist meist für 30 bis 70 qm Wohnraum ausgelegt.
Luftbefeuchter für große Räume
Sollen 70 und mehr qm befeuchtet werden, so müssen Sie auf einen Luftbefeuchter für große Räume setzen.
Ob der Luftbefeuchter bis 100 qm ausreicht, müssen Sie speziell beim Hersteller nachschauen. Jedes Gerät hat ganz andere Eigenschaften. Es gibt Modelle für ca. 40 qm, 50 qm, 60 qm, 70 qm oder deutlich mehr Fläche.
Welcher Luftbefeuchter ist der Beste?
Den einen besten Luftbefeuchter gibt es nicht. Entscheidend ist, ob das Gerät zu Ihrem Bedarf passt. Vielleicht ist die Leistung nicht hoch genug für Ihren Raum, oder Sie möchten ein Gerät, das möglichst wenig Keime abgibt.
Vergleichen Sie deshalb die Eigenschaften: die Raumgröße laut Hersteller, das Tankvolumen, die Lautstärke, den Reinigungsaufwand und eine automatische Abschaltung. Das sagt mehr über die Eignung aus als eine einzelne Gesamtnote.
Hat die Stiftung Warentest Luftbefeuchter untersucht?
Ja. Im Heft 10/2025, veröffentlicht am 17. September 2025, hat die Stiftung Warentest acht Luftbefeuchter geprüft, fünf Kalt-Verdunster und drei Ultraschall-Vernebler. Zwei Geräte schnitten gut ab, zwei nur ausreichend. Einige Modelle können laut der Untersuchung Bakterien an die Raumluft abgeben. Regelmäßiges Reinigen und Entkalken nach Herstellerangabe gehört deshalb bei jedem Gerät dazu.
Was ist ein Luftbefeuchter mit Duft und Aroma?
Einige Luftbefeuchter können mit einem Öl eingesetzt werden, sodass ein Aroma und ein Duft entstehen. Je nachdem, welches Öl Sie verwenden, gesellt sich zum angenehmen Raumklima ein wohliger Duft. Empfohlen werden ätherische Öle. Das ist vor allem im Schlafzimmer angenehm, aber auch in allen Räumen, in denen Sie wohnen und entspannen.
Welches Öl beim Luftbefeuchter?
Nachfolgend eine kleine Übersicht, welche Öle für welche bestimmten Zwecke eingesetzt werden können. Ob Sie diesen Effekt ebenfalls spüren, hängt natürlich auch von Ihnen ab. Tatsache ist, dass viele Menschen dies entsprechend so empfinden.
Wo kann ich einen Luftbefeuchter kaufen?
Beim Kauf eines Luftbefeuchters haben Sie die Wahl, ob Sie online oder im Fachhandel einkaufen wollen. Beides hat gewisse Vor- und Nachteile, wobei unserer Meinung nach der Online-Kauf deutlich vorteilhafter ist. In zahlreichen Baumärkten und Elektrofachgeschäfen (z.B. Saturn, Media Markt oder Conrad) sind verschiedene Luftbefeuchter vorrätig, allerdings ist die Auswahl kleiner. Online wiederum gibt es ebenso viele Anbieter (z.B. Amazon, Otto, Real und viele mehr), die eine breite Auswahl an Marken führen.
Damit Sie die Übersicht zwischen den vielen Produkten nicht verlieren, bieten wir Ihnen auf dieser Seite eine Übersicht an. Wir stellen unterschiedliche Produkte und Hersteller vor und verraten Ihnen alle Details zu den wichtigsten Eigenschaften. So sind Sie bestens vorbereitet, ehe Sie sich einen eigenen Luftbefeuchter kaufen. Klicken Sie einfach auf unsere Produktlinks und gelangen damit direkt in einen Online-Shop, bei dem der Bestellprozess abgewickelt wird.
Welches sind die besten Hersteller und Marken für Luftbefeuchter?
Wie bereits bei der Frage, welches der beste Luftbefeuchter ist, so gibt es auch nicht die eine, beste Marke. Jeder Hersteller weist gewisse Vorteile auf. Einige Marken haben sich jedoch durch bekannte und qualitativ hochwertige Raumluftbefeuchter einen Namen gemacht. Suchen Sie selbst nach einzelnen Produkten, so geben Sie am besten folgende Begriffe in die Suche ein:
- Philips Luftbefeuchter
- Beurer Luftbefeuchter
- Venta Luftbefeuchter
- Wick Luftbefeuchter
- Medisana Luftbefeuchter
- Taotronics Luftbefeuchter
- Stadler Luftbefeuchter
- Boneco Luftbefeuchter
- Quigg Luftbefeuchter
- Honeywell Luftbefeuchter
Bei einem Luftbefeuchter von Beurer ist beispielsweise der Wassertank meistens sehr groß. Die Luftbefeuchter von Medisana gehören dagegen zu den bekanntesten Produkten des Marktes. Philips überzeugt mit einem eher edlen Design. Die Philips-Produkte sind in Schwarz, Weiß oder auch Gold-Tönen verfügbar, schlicht und ansprechend gestaltet. Andere Hersteller legen dagegen weniger Wert auf das rein äußerliche Design. Sie fokussieren sich beispielsweise lieber auf einen günstigeren Preis.
Wie teuer ist ein Luftbefeuchter?
Trockene Heizungsluft empfinden viele Menschen als unangenehm, entsprechend groß ist das Angebot. Um die Raumluft befeuchten zu können, kommt ein Luftbefeuchter zum Einsatz. Dieser geht preislich schon bei etwa 20 Euro los. Wohlgemerkt: vernünftige Geräte. Für noch weniger Geld gibt es natürlich auch günstigere Sachen, wie beispielsweise einen kleinen tragbaren Luftbefeuchter. Gute Luftbefeuchter von bekannten Marken beginnen dagegen eher bei 20 Euro. Der Preis kann aber auch schnell bis zu 200 oder 300 Euro klettern. Bestimmte Premium-Geräte sind zudem gar nicht mehr weit von den 1.000 Euro entfernt. Wie man sieht: Es gibt für alles den passenden Bedarf. Im Mittelfeld sind die meisten, guten Luftbefeuchter zu finden.
Diese kosten oftmals zwischen 50 und 100 Euro und sind solide und leistungsstark. Wichtig ist, auf den Einzelfall zu achten, wenn es um das liebe Geld geht. Geräte für die Heizung sind preiswerter als ein professioneller Verdampfer oder ein Verdunster mit eingebautem Hygrometer. Geräte von Philips und anderen, bekannten Marken, sind außerdem oft teurer als eher unbekannte Hersteller. Die Datenblätter der Hersteller und die Bewertungen anderer Käufer helfen dabei, einzuschätzen, welche Modelle ihr Geld wert sind.
Worauf sollte ich beim Kauf eines Luftbefeuchters achten?
Sie möchten sich einen Luftbefeuchter kaufen? Dann kommt es nun auf die einzelnen Kaufkriterien an. Es lohnt sich, selbst zu wissen, worauf es ankommt. So müssen Sie nicht nur auf fremde Empfehlungen vertrauen, sondern können selbst entscheiden, was das Gerät bewirken und können muss.
Technologie
Bei der ersten Entscheidung geht es um die reine Technik, mit der der Befeuchter funktioniert. Soll es ein
- Verdunster
- Verdampfer
- oder ein Ultraschall-Gerät
sein? Alle Luftbefeuchter weisen individuelle Vor- und Nachteile auf. Ultraschall-Modelle sind sehr günstig, effizient und stromsparend. In Sachen Kalk und Keime schneiden sie dagegen nicht so gut ab. Besser sind hierfür Verdampfer geeignet, die aber wiederum viel Strom verbrauchen und durch die Verbrennungsgefahr auch nicht ganz unbedenklich sind. Am besten sind unserer Meinung nach Verdunster. Sie sind stromsparend und haben weniger Probleme mit Kalk, brauchen aber ebenfalls eine regelmäßige Reinigung, damit sich keine Keime bilden.
Dafür ist die Stärke ein wenig schwächer als bei vergleichbaren Geräten. Es kommt also immer darauf an, welchen Bedarf Sie haben. Handelt es sich um Räume zum Wohnen und verbringen Sie dort viel Zeit? Dann setzen Sie einen möglichst keimfreien Befeuchter ein. Auch die Bewertungen bei Amazon und anderen Portalen sprechen eine deutliche Sprache.
Anbringung / Standort
Die meisten Luftbefeuchter stellen Sie als einzelnes Gerät auf. Andere Produkte wiederum werden als Luftbefeuchter für die Heizung verkauft. Meistens handelt es sich um ein optisch ansprechendes Behältnis. Füllen Sie hier Wasser auf und bringen es an Ihre Heizung an, wird die Luftfeuchtigkeit erhöht. Die Befestigung funktioniert sehr einfach. Oftmals hängen Sie den Luftbefeuchter an die Heizung, um die Feuchtigkeit zu verdunsten.
Befeuchtungsleistung / Leistungsstufe
Die nächste Wahl, die Sie treffen müssen, bezieht sich auf die Leistung bzw. Stärke des Gerätes. Hierbei kommt es auf die Raumgröße an, die befeuchtet werden soll. Das Ziel ist es, dass das Modell genügend Wasser in der Luft verteilen kann. So kann die Luftfeuchtigkeit in genau diesem Raum auch tatsächlich erhöht werden.
Wichtig dabei: Hersteller geben zwar einen bestimmten Wert an, es handelt sich hierbei aber nicht um eine offizielle Norm. Die einzelnen Luftbefeuchter lassen sich daher nicht immer perfekt vergleichen.
Bei einem Produkt wird die Wassermenge in g/h angeben, die meisten anderen Geräte geben jedoch empfohlene Raumgrößen in m² an. Sind Quadratmeter angegeben, so arbeiten vermutlich die meisten Hersteller mit einer Deckenhöhe von durchschnittlich 2,40 Meter. Bei höheren Wänden muss das Gerät auch mehr Leistung erbringen. Bei der Angabe in g/h ist es schon schwieriger, den eigenen Bedarf zu ermitteln. Ganz grob lässt sich sagen:
Geräuschentwicklung und Lautstärke
Ganz egal, welches Gerät in Ihrem Haus läuft, vermutlich hören Sie es. Ganz still sind technische Geräte fast nie, daher ist auch der Luftbefeuchter keine Ausnahme. Es gibt aber durchaus Modelle, die lauter oder leiser sind. Gerade beim Einsatz im Schlafzimmer spielen schon geringe Unterschiede eine große Rolle.
Unser Tipp: Einige Luftbefeuchter-Hersteller bieten einen Nachtmodus an. Dieser ist speziell für nachts gedacht und fährt das Gerät auf ein Minimum runter. So wird die Luftfeuchtigkeit gehalten, aber die Geräuschentwicklung zum Schlafen ist nur minimal.
Sie haben noch weitere Fragen? Vielleicht haben wir die Antworten dazu.
Besonders leise sind Verdunster und Ultraschall-Befeuchter. Etwas lauter sind dagegen Dampfluftbefeuchter.
Größe des Wasserbehälters
Normalerweise ist größer besser. Im Falle eines Luftbefeuchters aber nicht, denn hier steigt auch gleichzeitig die Gefahr von Keimbildung. Ein guter Kompromiss sind Modelle mit einem Wassertank von etwa drei Litern.
Wenn der Luftbefeuchter eine Leistung von 100 g/h hat, reicht ein Tank mit drei Litern Wasser für etwa 30 Stunden. Selbst bei einer größeren Leistung von 300 g/h würde dieser Tank noch etwa zehn Stunden halten.
Einige Hersteller bieten auch Luftbefeuchter mit Festwasseranschluss an. Sie können dieses Gerät ans Wassernetz anschließen und sind daher unabhängig zu einem Wassertank. Er lässt sich manuell füllen (mobil einsetzbar) oder an die Wasserleitung anschließen. Gerade für Räume bis zu 1.000 qm ist diese Funktion nahezu unerlässlich.
Größe des Luftbefeuchters / Maße / Gewicht
Diese Angabe ist ganz unterschiedlich und lässt sich nur schwer vergleichen. Es kommt darauf an, wie groß der zu befeuchtende Raum sein soll. Bei kleinen Räumen reichen auch kleine Geräte. Diese verfügen über einen kleineren Wasserbehälter und müssen daher nicht besonders groß oder schwer sein. Sollen große Räume befeuchtet werden, muss natürlich auch das Gerät schlussendlich größer ausfallen. Besonders platzsparend sind Ultraschall-Luftbefeuchter sowie Verdunster. Größer sind dagegen Dampfluftbefeuchter.
Stromverbrauch
Elektrische Geräte verbrauchen unweigerlich auch Strom. Da es keine Energieeffizienzklassen gibt, können Sie lediglich auf den Verbrauch in Watt schauen. Wenn wir von etwa 30 Cent pro Kilowattstunde ausgehen, dann würde ein Gerät mit 350 Watt innerhalb von zehn Stunden etwa einen Euro Strom verbrauchen. Generell gilt:
- Verdunster verbrauchen wenig Strom.
- Ultraschall-Luftbefeuchter verbrauchen wenig Strom.
- Verdampfer verbrauchen viel Strom.
Laufzeit / Einsatzdauer
Beim Kauf eines Luftbefeuchters spielt es eine große Rolle, wie lange die Einsatzdauer des Produktes ist. Kleine Befeuchter schaffen es nur auf ein paar Stunden, wohingegen größere Modelle oft die ganze Nacht laufen können. Es kommt hierbei darauf an, wie groß der Wasserbehälter ist und wie viel Leistung angegeben ist. Bei einer 100 g/h Leistung hält ein Tank mit drei Litern etwa 30 Stunden.
Bei mehr Leistung (beispielsweise 300 g/h) wären es mit dem gleichen Tank nur etwa zehn Stunden. So kommt es auf das Gesamtpaket an, weshalb für Sie ein größerer Wassertank auch meistens besser sein wird. Anders sieht es aus, wenn Sie das Gerät wirklich nur selten und relativ kurz anschalten möchten. Dann sind auch kleine und dekorativere Befeuchter (mit geringerer Laufzeit) ausreichend.
Sicherheit
Nicht bei jedem Gerät, aber speziell bei einem Verdampfer, ist eine gewisse Verbrennungsgefahr vorhanden. Der Wasserdampf, der aus dem Gerät austritt, ist mehr als 100 Grad heiß. Wenn Sie das Gerät daher gerne im Kinderzimmer unterbringen wollen, so muss gewährleistet sein, dass das Kind keinen Zugriff hat. Wichtig ist außerdem ein sicherer Stand. Alle seriösen und bekannten Hersteller beachten dies, sodass Sie nicht spezieller danach Ausschau halten müssen.
Zur Sicherheit gehört unserer Meinung nach auch die Gefahr der Überfeuchtung. Das bedeutet, dass die Luft zu stark befeuchtet wird. Verhindern können Sie das mit einem Produkt, welches ein eingebautes Hygrometer besitzt. Dieser Feuchtigkeitsmesser kontrolliert dauerhaft die Luftfeuchtigkeit und passt die eigene Tätigkeit daran an. Ist genügend Luftfeuchtigkeit vorhanden, schaltet sich das Gerät aus und die Luft kann nicht überfeuchtet werden. So wird die Gefahr der Schimmelbildung nahezu vermieden.
Hygiene / Reinigung
Um Bakterien, Keime und Kalk zu beseitigen, ist eine regelmäßige Reinigung des Gerätes nötig. Diese Reinigung kann leichter oder schwieriger sein, je nach Modell. Ein Verdunster benötigt beispielsweise nur gelegentlich einen neuen Fließ. Sie müssen hierbei außerdem das Wasser wechseln. Setzen Sie dagegen einen Ultraschall-Luftbefeuchter oder ein Dampfluftgerät ein, so ist die Reinigung aufwendiger. Sie müssen das Gerät auch regelmäßig entkalken, vor allem aber desinfizieren.
Damit Sie den Filter nicht tauschen müssen, fragen Sie sich vielleicht, ob es Luftbefeuchter ohne Filter gibt. Die Antwort ist quasi irrelevant, weil der Filter eine essenzielle Rolle spielt. Die Filter reinigen das Wasser und müssen zur Reinigung lediglich getauscht oder gespült werden. Geht es wiederum um den Kalkniederschlag, so können Sie das durchaus vermeiden. Sie können beispielsweise destilliertes Wasser einsetzen oder einen Luftbefeuchter mit Entkalkungspatrone nutzen.
Handhabung / Eigenschaften / Ausstattung
Jedes Produkt weist individuelle Eigenschaften auf. Auch diese gilt es, beim Kauf zu vergleichen. Nicht alles ist gleichermaßen wichtig, daher müssen Sie entscheiden, was Sie konkret benötigen.
- stufenlos regulierbar
- geräuscharm
- energiesparend
- integrierte Vorheizfunktion
- Timer-Funktion
- Aromafach / Aromafunktion
- automatische Abschaltung / Auto-Modus
- mit Fernbedienung
- großer Wassertank
- inklusive Zubehör (z.B. Bürste, Entkalkungsmittel)
- mit LED-Leuchten
- Einstellung der Spritzrichtung
- Einstellung der Durchflussmenge
- mit Nachtmodus
- mit Feuchtemonitor
- 360 Grad drehbare Dampfdrüsen
Auch die einfache Handhabung, ein modernes Design sowie eine stabile und langlebige Bauweise gehören zu den wichtigsten Eigenschaften.
Welches Wasser im Luftbefeuchter?
Zum Befüllen des Produktes eignet sich herkömmliches Leitungswasser. Sie brauchen nicht zwangsweise destilliertes Wasser, wobei hierbei natürlich der Kalk reduziert werden kann. Was Sie sonst noch zum Thema Wasser wissen sollten, lesen Sie nachfolgend.
Kann ich destilliertes Wasser im Luftbefeuchter verwenden?
Ja, das ist möglich und sogar empfehlenswert. Nutzen Sie für den Luftbefeuchter direkt destilliertes Wasser, so muss das Gerät nicht mehr entkalkt werden. Auch die Gefahr der Keimbelastung wird durch das destillierte Wasser verringert. Es ist jedoch wichtig, sich vorab in der Betriebsanleitung des Herstellers zu versichern, dass nichts gegen den Einsatz des speziellen Wassers spricht.
Wie oft soll ich das Wasser beim Luftbefeuchter wechseln?
Das kommt ganz darauf an, welchen Befeuchter Sie Ihr Eigen nennen. Arbeitet das Modell mit kaltem Wasser, muss dieses häufig ausgetauscht werden. Nur so können Sie Bakterien und Co. vorbeugen, sofern auch eine regelmäßige Reinigung durchgeführt wird. Grundlegend gilt:
- Wasser immer wechseln, ehe Sie den Befeuchter zum ersten Mal aktivieren.
- Wasser immer wechseln, wenn es eine gewisse Zeit gestanden hat.
- Wasser wechseln bzw. auffüllen, wenn es leer ist.
Aromatherapie: Kann ich einen Luftbefeuchter mit Öl verwenden?
Ja, das ist möglich, allerdings nur bei bestimmten Arten. Zerstäuber werden am häufigsten für ätherische Ölen eingesetzt. Generell sollten die eingesetzten Öle wasserlöslich sein, damit das Produkt nicht verklebt. Verschiedene Öle haben auch unterschiedliche Wirkungen.
Beruhigend wirkt beispielsweise Bergamottenöl, wohingegen Kamillenöl Entspannung möglich macht. Um sich selbst zu beruhigen, setzen Sie Lavendelöl ein und Pfefferminzöl ist dagegen erfrischend.
Noch dazu kommt die Tatsache, dass die Öle auch Schädlinge vertreiben können. Lavendel vertreibt auch auf natürliche Weise Schädlinge wie die Motte, Silberfische und weiteres Ungeziefer.
Wo stelle ich den Luftbefeuchter im Raum auf?
Für jeden Raum gibt es gut geeignete Orte, an denen ein Luftbefeuchter besonders gut steht. Wir kennen Ihre Umgebung natürlich nicht, daher können wir keine allgemeingültigen Tipps geben. Generell gilt aber:
- der Luftbefeuchter sollte frei im Raum stehen, vor allem bei Ultraschall-Geräten aufgrund des Niederschlags
- die feuchte Luft sollte nicht auf Möbel oder Wände treffen
- der Dampf sollte sich gut im Raum verteilen können
Dies gilt für Wohnbereiche. Setzen Sie einen Luftraumbefeuchter im Schlafzimmer oder Kinderzimmer ein, sollte das Gerät zudem auch weit genug von Ihnen entfernt stehen.
Wie funktioniert die Anwendung eines Luftbefeuchters?
Die Beantwortung dieser Frage ist abhängig von der Wahl des konkreten Modells. Die meisten Geräte sind sehr leicht zu handhaben. Stecker in die Steckdose, Gerät anschalten, Stufe auswählen. Mehr ist in der Regel nicht zu tun, abgesehen von der regelmäßigen Reinigung.
Wie lange kann ich einen Luftbefeuchter laufen lassen?
Das wird grundlegend von der Größe des Wassertanks bestimmt. Ein größerer Tank ermöglicht auch eine längere Laufzeit. Bei einer höheren Leistung von 300 g/h und einem Tank von drei Litern liegt die Laufzeit bei etwa zehn Stunden.
Beachten Sie die Produktbeschreibungen! Die Laufzeit hängt von der Wattzahl, dem Wassertank und sonstigen Eigenschaften ab und lässt sich nicht pauschal angeben.
Grundlegend ist es möglich (sofern das Gerät dafür ausgelegt ist), den Befeuchter die ganze Nacht laufen zu lassen. Eine bessere Idee ist allerdings der Betrieb am Tag. So kann die Luftfeuchtigkeit tagsüber ansteigen. Nachts wiederum genießen Sie die Ruhe beim Schlafen.
Wann soll ich den Luftbefeuchter einschalten?
Fällt die Luftfeuchtigkeit unter einen bestimmten Wert, sollte die Feuchtigkeit erhöht werden. Welcher Wert das ist, hängt auch von Ihrem persönlichen Empfinden ab. Unter 40 Prozent Luftfeuchtigkeit empfinden die meisten Menschen als unangenehm. Bei dauerhaft unter 40 Prozent sollte in jedem Fall ein Befeuchtungsgerät eingesetzt werden. Schalten Sie es an, sobald die Grenze erreicht ist. So haben Sie ausreichend Zeit, um den Wert auf die meist angenehmen 40-60 Prozent zu erhöhen.
Wie reinige ich einen Luftbefeuchter?
Reinigung und Wartung sind von Modell zu Modell ganz verschieden. Bei einigen Befeuchtern müssen Sie nur den Filter wechseln. Andere Modelle müssen dagegen auch entkalkt und desinfiziert werden. Beachten Sie die Anleitung des jeweiligen Herstellers.
Achtung: Das Gerät muss vor jeder Reinigung ausgekühlt sein, damit Sie sich nicht verletzen!
Wie oft soll ich den Luftbefeuchter reinigen?
Das ist individuell vom gekauften Produkt abhängig. Ist der Luftbefeuchter täglich im Einsatz, empfiehlt sich eine Reinigung alle drei Tage.
Kann ich einen Luftbefeuchter selber bauen?
Durch die trockene Heizungsluft wird es im Winter oft schwierig in Sachen gesunder Luftfeuchtigkeit. Abhilfe schafft ein Luftbefeuchter. Wenn Sie diesen nicht neu kaufen möchten oder nur geringe Probleme haben, können Sie sich einen rudimentären Luftbefeuchter selbst bauen.
- Benötigt wird erst einmal ein einfacher Ultraschallvernebler. Dazu ein Plastikrohr mit einem Durchmesser von höchstens 32 Millimeter. Besorgen Sie sich zudem einen Plastikbehälter mit einem Deckel, einen PC-Ventilator inklusive USB-Anschluss sowie für Ihre Bohrmaschine einen Stufenbohrer.
- Schneiden Sie im zweiten Schritt ein Loch in die Dose für den Lüfter, das Vernebler-Kabel sowie das Rohr
- Bohren Sie jetzt die benötigten Löcher mit dem Stufenbohrer. Wichtig ist dabei die niedrige Drehzahl, da Plastik sehr schnell schmilzt. Denken Sie auch an die Schutzbrille.
- Nun wird es handwerklich. Stecken Sie das Rohr im Deckel fest (oder kleben Sie es fest), sodass nur noch ein paar Zentimeter aus der Box herausschauen. Kleben Sie das Loch, welches für den Ventilator gedacht ist, seitlich mit ein wenig Isolierband ab. Die Dose ist nun auch dicht, wenn der USB-Stecker mitsamt Kabel durchgezogen wurde.
- Der Ultraschallvernebler kann nun in die Box gelegt werden. Schließen Sie Ihren selbst gebauten Luftbefeuchter an die Steckdose an. Möglicherweise benötigen Sie noch einen USB-Adapter sowie eine USB-Verlängerung.
- Im letzten Schritt füllen Sie Wasser ein, schließen die Dose mit dem Deckel und Ihr eigener Luftbefeuchter ist einsatzfähig.
Gibt es Alternativen zum Luftbefeuchter?
Nutzen Sie günstige und praktische Hausmittel und Tipps, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
- Hängen Sie ein feuchtes Handtuch über die Heizung. Die Tücher sollten frisch gewaschen sein.
- Als Alternative können Sie eine hübsche Schale mit Wasser füllen und diese auf Ihre Heizung stellen. Wichtig ist, das Wasser täglich (gerne auch mehrmals) auszutauschen und die Schale mindestens wöchentlich gründlich zu reinigen.
- Auch Pflanzen sind als natürlicher Luftbefeuchter geeignet. Gute Luftbefeuchter Pflanzen sind beispielsweise Zyperngräser. Sie brauchen selbst viel Wasser, geben das Wasser aber auch als Feuchtigkeit in die Luft ab. Als Faustregel gilt, dass Sie mindestens drei Pflanzen pro 20 Quadratmeter benötigen.
- Sie können die Luft natürlich auch mit einer Sprühflasche befeuchten. Das hilft zwar, aber nur an der besprühten Stelle. Die Wirkung ist daher nur sehr begrenzt und kurzfristig.
Luftbefeuchter FAQ: Fragen und Antworten
Haben Sie noch weitere Fragen? Dann freuen wir uns, Ihnen diese in unserer Luftbefeuchter-FAQ beantworten zu können.
Kann ich mit einem Luftbefeuchter Staub reduzieren?
Kaum. Ein Luftbefeuchter filtert keinen Staub aus der Luft. Dafür ist ein Luftreiniger mit Filter gedacht. Er holt Staub aus der Raumluft, und es setzt sich weniger Staub auf Möbeln und Boden ab. Wer auf Hausstaubmilben allergisch ist, sollte die Luftfeuchtigkeit zudem nicht über 60 Prozent steigen lassen, denn Milben vermehren sich in feuchter Luft besser.
Sind Luftbefeuchter für Kinder und Babys geeignet?
Ja, wenn die Luft im Kinderzimmer messbar zu trocken ist. Liegt die Luftfeuchtigkeit ohnehin zwischen 40 und 60 Prozent, braucht es kein Gerät. Einige Modelle sind speziell für Kinderzimmer. Sie verfügen über ein kindgerechtes Design, sind sehr leise und schalten sich automatisch ab. Sorgen Sie dafür, dass die Geräte im Kinderzimmer nicht in Reichweite der Babys und Kinder aufgestellt werden.
Kann ich die Luftfeuchtigkeit ganz natürlich erhöhen?
Ja, auch das ist möglich. Einige „Hausmittel“ wirken aber meist nur kurzfristig und können auch ein Bakterien- und Keimproblem nach sich ziehen. Möglich ist der Einsatz einer Sprühflasche. Diese wirkt sofort, aber nur an der Stelle, wo Sie sprühen. Hierbei ist außerdem Kalk ein Problem. Eine Alternative ist das Verdunsten an der Heizung. Diese Lösung ist sehr preiswert, aber leider auch eine Brutstätte für Bakterien und Pilze. Pflanzen werden ebenfalls zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit eingesetzt. Nicht die Pflanzen selbst sind dafür verantwortlich, sondern das Wasser vom Gießen. Gut geeignet sind daher Pflanzen, die Sie oft gießen müssen (z.B. Zyperngras). Beachten Sie, dass ein falsches Gießen ebenfalls Pilze und Schimmel fördern kann.
Sind Luftbefeuchter Bakterienschleudern?
Inwiefern Luftschadstoffe und Keime mit der Luftfeuchtigkeit zusammenhängen, wurde 1986 in einer Studie untersucht. Ist die Luftfeuchtigkeit niedrig, so kam es zu einer höheren Menge an Viren und Bakterien in der Luft. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wiederum erhöht das Risiko für das Wachstum von Hausstaubmilben und Schimmelpilzen. Ein guter Kompromiss ist daher die empfohlene Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Sie sollten auf einen Verdampfer setzen, wenn Sie einen Luftbefeuchter ohne Bakterien und Keime suchen. Bakterien werden durch die Hitze abgetötet. Schimmel vermeiden Sie dagegen, wenn Sie einen Luftbefeuchter mit Hygrometer einsetzen. Dieser misst automatisch die Feuchtigkeit in der Luft und reguliert sich selbst.
Kann ich einen Luftbefeuchter auf Rezept bekommen?
Eine pauschale Antwort ist hierfür leider nicht möglich. Wenden Sie sich im Zweifel an Ihre Krankenkasse und fragen speziell nach. Tatsache ist, dass viele Versicherungen nicht zahlen. Andere Krankenkassen könnten möglicherweise Atemluftbefeuchter bezuschussen oder übernehmen. Wichtig ist, dass Sie in jedem Fall ein vom Arzt ausgestelltes Rezept benötigen. Gleichzeitig sollte eine schriftliche Befürwortung vorliegen, in der erklärt wird, warum das Produkt medizinisch notwendig ist.
Kann ich einen Luftbefeuchter bei Fußbodenheizung einsetzen?
Wer eine Fußbodenheizung besitzt, hat oft Probleme mit zu niedriger Raumluftfeuchte. Ein Luftbefeuchter kommt daher sogar noch häufiger vor, wenn Sie eine Fußbodenheizung besitzen. Die beiden Produkte schließen sich nicht aus. Ganz im Gegenteil. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit sollten Sie in jedem Fall selbst aktiv werden und das Problem beheben.
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Luftbefeuchter gibt es als Ultraschall- und als Verdunstergerät. Wichtig sind ein leiser Betrieb im Schlafzimmer und ein Tank, der sich gut reinigen lässt, denn stehendes Wasser wird schnell zum Keimherd.
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